
Bei der Schöpfung von Kunst wie auch bei ihrer Wahrnehmung spielt der Geist eine wichtige Rolle. Aber vor allem beim Kunstgenuss wird das Geistige oft übersehen.
In der Kunst steht die Sinneswahrnehmung am Anfang. Zugleich provoziert Kunst Denkerleben, und dieses kann schon ein Weg zum Geist sein. Die Verbindung von Wahrnehmung und Begriff ist in Rudolf Steiners Erkenntnisanschauung entscheidend. Wenn man Wahrnehmung und Denken separat erleben kann, wird man ihrer Verbindung gewahr werden können.
Durch die Malerei von zum Beispiel Paul Cézanne kann man die Trennung von Wahrnehmung und Denken und ihre Wiederverbindung konkret erleben. Cézanne: «Die beiden gleichlaufenden Texte, die gesehene Natur, die empf

Geboren 1953 in den Niederlanden. Nach dem Studium der niederländischen Philologie und der Philosophie in Amsterdam studierte er Philosophie und Sprachwissenschaft in Berlin. 1987 bis 1991 Mitarbeit am Hardenberg Institut für Kulturwissenschaften in Heidelberg, von 1991 bis 2007 Mitarbeiter der Anthroposophischen Gesellschaft in Berlin. Martin Kollewijn publiziert zu Fragen der Philosophie und Geistesgeschichte. Weitere Forschungsthemen: Kunst der Gegenwart, Bewusstseinsentwicklung, Fragen der Bioethik und Neurowissenschaft.


