Rubrik

Ausgabe 11/2026

17 Beiträge

Das Leben färben

Das Leben färben

Die Beziehung zu Farben ist Teil jedes menschlichen Lebens, ob bewusst oder unbewusst. Wir haben eine Lieblingsfarbe, mit Farben richten wir unser Zuhause ein, und es gibt Farben, die wir nicht mögen. Das Pink und Violett eines Sonnenuntergangs lässt uns am Fenster innehalten, die Blautöne der Nacht und des Winters laden uns ein, nach innen zu gehen. Was ist deine ganz persönliche Farbqualität? Nach welcher Farbe sehnt sich deine Seele? Diese Fragen werden in einem siebentägigen Retreat auf dem Kientaler Hof vom 30. März bis 6. April erkundet. Durch von der anthroposophischen Kunsttherapie inspirierte Nass-in-Nass-Malerei, Eurythmie und rhythmische Massage lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter professioneller Begleitung ihre authentischen Farben kennen und erfahren, wie sie sie pflegen und ausbalancieren können. Für die Teilnahme am Programm sind keine künstlerischen Vorkenntnisse notwendig.

Redaktion · 09. März 2026 · 1 Min.

Biodynamisches Wissensportal

Biodynamisches Wissensportal

Bei der ‹Landwirtschaftlichen Tagung› im Februar wurde eine neue Onlineplattform für die Vernetzung und den Wissensaustausch innerhalb der internationalen biodynamischen Gemeinschaft gegründet. Der digitale Raum lädt dazu ein, mit Kollegen und Kolleginnen aus der globalen Biodynamikbewegung in Kontakt zu kommen und in Kontakt zu bleiben, sich über Wissen und praktische Erfahrungen auszutauschen, relevante Themen zu besprechen und innovative biodynamische Initiativen bekannt zu machen. Nicht alle in der Biodynamik tätigen Menschen haben die zeitlichen und finanziellen Ressourcen, um an der jährlichen Konferenz in Dornach oder anderen persönlichen Treffen teilzunehmen. Die Plattform öffnet somit neue Türen der Teilhabe, um auch ohne persönliche Begegnungsmöglichkeiten vernetzt zu bleiben. Am 16. März findet ein Onlinetreffen auf Zoom statt, an dem alle Interessierten teilnehmen und die Potenziale der digitalen Plattform diskutieren können.

Redaktion · 09. März 2026 · 1 Min.

Durch Kinderaugen

Durch Kinderaugen

Von Kindern gemalte Bilder bieten unmittelbare Einblicke in ihre Welt- und Selbstwahrnehmung. Die ästhetisch-analytische Betrachtung der Bilder ist nicht nur für Eltern und Bezugspersonen spannend, sondern auch für in der Kunstpädagogik, Kultur- und Medienwissenschaft und Psychologie tätige Menschen sowie für die therapeutische und künstlerische Forschung. Das Kinderbildarchiv der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft ist eines der größten in Deutschland. Es umfasst rund 200 000 Kinderzeichnungen; die frühesten stammen aus den 1920er-Jahren. Die Sammlung wurde vor etwa 15 Jahren von der Universität zu Köln übernommen und seitdem kontinuierlich erweitert. Diese Zeitspanne von über 100 Jahren macht das Archiv zu einem wertvollen kultur- und bildungshistorischen Zeugnis. Die gesammelten Bilder zeigen, wie Kinder aus verschiedenen Regionen und Kulturkreisen Deutschlands über ein ganzes Jahrhundert hinweg ihren Alltag gedeutet haben. Die kindliche Bildsprache dokumentiert dabei auch den gesellschaftlichen Wandel von einer analogen Welt hin zu einer von Medien und digitalen Technologien geprägten Lebensrealität. Rabea Müller, Leiterin des Instituts für Kunsttherapie am Fachbereich Künstlerische Therapien und Therapiewissenschaft der Hochschule, bezeichnet das Kinderbildarchiv als «einzigartiges kulturhistorisches Gedächtnis». Die Hochschule lädt Institutionen und Fachleute dazu ein, sie bei der professionellen Archivierung der Bilder zu unterstützen, sodass vor allem die älteren Bilder vor einem drohenden Materialverfall bewahrt werden und das Archiv für eine zeitnahe wissenschaftliche Nutzung verfügbar ist.

Paula Boslau · 09. März 2026 · 1 Min.