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Ausbildung

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Kloster auf Zeit

Kloster auf Zeit

Vom 20. bis 25. Juli findet am Priesterseminar in Stuttgart wieder der öffentliche Sommerkurs ‹Kloster auf Zeit› statt. Dieses Jahr spüren die Teilnehmenden der Aufrichtigkeit nach. Aufrichtigkeit – was ist das? Was bedeutet es, aufrichtig zu sein, in einer Welt, in der wir uns mit all unseren Fragen an einen digitalen Chatbot wenden können? Was passiert dann mit den Wahrheiten, die nur aus dem eigenen Inneren kommen können? Was bleibt wirklich unseres? Die Aufrichtigkeit wird im Sommerkurs als eine Haltung im Menschen verstanden, die sein Verhältnis zur eigenen innersten Wahrheit offenbart. Dabei wird auch die Frage relevant, wie sich dieses innere Verhältnis zur eigenen Wahrheit auf das Verhältnis des Menschen zur Welt auswirkt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden für die Dauer des Kurses Mitglieder der Gemeinschaft des Priesterseminars; sie können täglich die Menschenweihehandlung in der Kapelle erleben, nehmen an Gesprächsrunden zum Thema teil, üben sich in künstlerischen Zugängen zur Aufrichtigkeit und in Sprachgestaltung.

Redaktion · 10. Juni 2026 · 1 Min.

Fließformen

Fließformen

Wasser ist ein nicht wegzudenkender Teil des menschlichen Lebens: Wir trinken es, wenn wir durstig sind, waschen unsere Körper und unsere Kleidung mit ihm, gießen mit ihm unsere Zimmerpflanzen und Gärten, bestehen selbst zu 50 bis 70 Prozent aus Wasser. Wasser besitzt darüber hinaus auch eine starke Symbolik. Es evoziert Erinnerungen, besitzt einen inhärenten Rhythmus und spiegelt die Unendlichkeit des Lebens wider. In einer Reihe von Onlineseminaren, beginnend am 9. Juni, bietet die südafrikanische Online Academy for Social Art (OASA) einen Raum an, in dem sich Interessierte mit den spirituellen Assoziationen von Wasser auseinandersetzen können. Zentral ist dabei die Erforschung von John Wilkes’ ‹Flowforms›, deutsch: ‹Fließformen›, Konstruktionen, die die lebendige, dynamische Natur von Wasser offenbaren können. Teilnehmende lernen in den Treffen, wie sich Flow – oder Fluss – in der menschlichen Biografie manifestieren kann und wie sie diese Wasserqualität in ihrem eigenen Leben stärken können.

Redaktion · 03. Juni 2026 · 1 Min.

Kapazitäten vertiefen

Kapazitäten vertiefen

Am 30. September beginnt das internationale, interdisziplinäre CALM-LD-Ausbildungsprogramm, das von der Medizinischen Sektion und der Sektion für Heilpädagogik und inklusive soziale Entwicklung am Goetheanum angeboten wird. Es richtet sich an alle Menschen, die im Bereich der Anthroposophischen Medizin und anthroposophischen Therapien ausgebildet sind und/oder in anthroposophischen Einrichtungen arbeiten. Das Programm vermittelt über zweieinhalb Jahre eine professionelle, fortgeschrittene Vertiefung von diagnostischen, therapeutischen und zwischenmenschlichen Kapazitäten in der Arbeit mit Kindern und Erwachsenen mit komplexen Bedürfnissen. Auf der Grundlage des anthroposophischen Menschenbilds umfassen die Inhalte dabei eine Erweiterung der therapeutischen Praxis, Ansätze zur Selbstreflexion im beruflichen Kontext, künstlerische und bewegungsbasierte Therapieangebote sowie Erkenntnisse aus der Schulmedizin. Die englischsprachige Ausbildung findet sowohl mittels Onlinetreffen als auch bei persönlichen Treffen in Dornach und in Großbritannien statt.

Redaktion · 21. Mai 2026 · 1 Min.

Die innere Botin wecken

Mein Weg zum Anthroposophiestudium begann mit einer Überraschung. Während eines Retreats in Basel im Februar 2025 besuchte ich das Goetheanum als Touristin. Als ich das erste Mal vor dem majestätischen Gebäude stand, spürte ich sofort eine tiefe Verbundenheit – fast wie eine Berufung. Ich meldete mich für den englischsprachigen Kurs an, ohne viel über Anthroposophie zu wissen. Als ich im September 2025 ankam, war mein einziges Ziel, etwas Neues zu lernen. Die Dozentinnen und Kommilitonen kamen aus aller Welt und brachten vielfältige Perspektiven und eine lebendige Atmosphäre mit. Unsere Studien reichten von Naturbeobachtung und Eurythmie bis hin zu Philosophie, Sozialtheorie und Kunst. Das gesamte Programm fühlte sich an wie eine inspirierte, erwachsene Version der Waldorfpädagogik. Das größte Geschenk dieses Kurses waren die tiefgründigen Gespräche zwischen Dozierenden und Studierenden – intellektuell lebendig und spirituell geerdet. Mit 56 Jahren, einem Doktortitel der Universität Oxford und jahrelanger Lehrtätigkeit kann ich sagen, dass mich diese Lernerfahrung unvorstellbar verändert hat. Nun ist meine Zeit gekommen, das Licht der Anthroposophie in meine Heimat Hongkong zurückzubringen.

Red Chan · 01. April 2026 · 1 Min.