Rubrik

Ausgabe 13/2026

16 Beiträge

Alte Wege in die Zukunft

Alte Wege in die Zukunft

Das US-amerikanische Bay Area Center for Waldorf Teacher Training (BACWTT) befindet sich in einem kontinuierlichen Austausch mit verschiedenen indigenen Gemeinschaften, deren Weltsicht und pädagogisches Wissen eine wertvolle Ergänzung für die Waldorfpädagogik darstellen. Vom 2. bis 11. August organisiert das BACWTT in Zusammenarbeit mit der Kusi Kawsay Andean School vor diesem Hintergrund eine zehntägige Reise nach Peru. Das Angebot richtet sich an berufstätige und angehende Pädagoginnen und Pädagogen, die ihren Arbeitshorizont erweitern möchten. Die Reise bietet eine Einführung in die indigene Kultur der peruanischen Anden, mit Ausflügen zu präkolumbischen archäologischen Stätten wie Machu Picchu und einer Hospitation an der indigenen Waldorfpädagogik-inspirierten Kusi Kawsay Andean School. Übergeordnetes Thema der Reise ist das gemeinsame Erforschen der Frage, welche Rolle indigene Weisheiten und Praktiken in der Zukunft der Waldorfpädagogik spielen können.

Redaktion · 26. März 2026 · 1 Min.

In Kunst die Stimme finden

In Kunst die Stimme finden

Im Oktober 2024 startete die Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Kooperation mit der Gemeinde Alfter ein kunsttherapeutisches Projekt mit Kindern aus geflüchteten Familien. Einmal wöchentlich haben Studierende der Kunsttherapie, unterstützt von ihren Professorinnen und Professoren, einen Raum geöffnet, in dem sich Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 14 Jahren mit verschiedensten Kunstmaterialien ausdrücken konnten. Worte für ihre Fluchterfahrungen zu finden, kann vor allem für sehr junge Menschen schwierig sein. Der Ausdruck mit Ton, Farbe und Papier kann eine alternative Stimme bieten. Die in den Workshops entstandenen Werke können noch bis zum 29. April im Rathaus der Gemeinde Alfter besichtigt werden. Die Malereien, Collagen und Plastiken bieten einen persönlichen Einblick in die Erfahrungen, Erinnerungen und Wünsche der Kinder. Die Ausstellung zeigt, wie Kunst Begegnung, Austausch und Integration unterstützen kann.

Redaktion · 26. März 2026 · 1 Min.

Liebe in der Erziehung

Liebe in der Erziehung

Wer in der Schweiz Stangenbohnen im März aussät, wird sich nicht an den schnell wachsenden Kletterpflanzen erfreuen können. Es ist einfach noch zu kalt für die Keimung. Wer einer Sau im norwegischen Winter beim Ferkeln helfen möchte, muss den Stall gut abdichten und eine Infrarotlampe aufhängen. Wer Investoren sucht für ein modernes Segelschiff, das Biogewürze und Kaffee aus der südlichen Hemisphäre nach Europa bringt, muss Begeisterung wecken.

Philipp Reubke · 26. März 2026 · 5 Min.

Güte in der Erziehung

Güte in der Erziehung

‹Güte› bedeutet, echte Fürsorge und Mitgefühl in hilfreichem Handeln zu zeigen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Die Etymologie des Wortes ‹Kindness› stammt aus dem Altenglischen und leitet sich vom Wort ‹kynd› ab, das die eigenen Verwandten oder Familienmitglieder bezeichnet. In dieser Zeit, von der Mitte des 5. bis zum 12. Jahrhundert, bedeutete Güte, seine Familie mit mitfühlender Güte zu behandeln. Seitdem hat sich die Gesellschaft weiterentwickelt und das Wort ‹Güte› beinhaltet auch die Tugend, alle Menschen universell mit Herzensgüte zu behandeln. Der Ursprung des Wortes ‹kind›, im Deutschen ‹Kind›, hat ebenfalls eine ähnliche Wurzel. Das kleine Kind ist voll unschuldiger Güte, frisch aus der spirituellen Welt, sehnt sich aber danach, von denen, die sich um es kümmern, zu lernen, wie man Güte zeigt.

Laurie Clark · 26. März 2026 · 7 Min.