Rubrik

Ausgabe 21/2026

14 Beiträge

Aus der Kindheit

Aus der Kindheit

Woher kommt eine tiefgehende Verbindung zur Natur in einer Zeit, in der das menschliche Leben sich immer weiter von ihr zu entfernen scheint? In der ein großer Teil dieses Lebens in digitalen Räumen stattfindet? Viele würden wohl sagen: Sie kommt aus der Kindheit. Wie verbunden sich Menschen auch im Erwachsenenalter mit ihrer natürlichen Umwelt fühlen, hat viel damit zu tun, wie sehr diese Beziehung in den ersten Lebensjahren kultiviert und gefördert wurde – von Eltern, Bezugspersonen sowie auch von Pädagoginnen und Pädagogen. Das Kennenlernen ist die Grundlage für eine wertschätzende Beziehung zur Natur und es kann sich nur im direkten Kontakt entfalten. Das US-amerikanische Nature Institute wurde mit der Intention gegründet, Ressourcen anzubieten, die ein tieferes Verständnis der (Um-)Welt sowie eine daraus resultierende Fürsorge unterstützen. In diesem Sinne hat es vor Kurzem ein englischsprachiges Handbuch für Nachhaltigkeitsbildung herausgegeben, das kostenfrei über die Institutswebseite verfügbar ist. Das Handbuch wurde in erster Linie für Lehrkräfte entworfen, die naturbasierte Ansätze in ihre pädagogische Arbeit integrieren wollen. Es ist nach Zielgruppen geordnet und beinhaltet sowohl theoretische Hintergründe als auch praktische Übungen und Konzepte.

Redaktion · 21. Mai 2026 · 1 Min.

Kapazitäten vertiefen

Kapazitäten vertiefen

Am 30. September beginnt das internationale, interdisziplinäre CALM-LD-Ausbildungsprogramm, das von der Medizinischen Sektion und der Sektion für Heilpädagogik und inklusive soziale Entwicklung am Goetheanum angeboten wird. Es richtet sich an alle Menschen, die im Bereich der Anthroposophischen Medizin und anthroposophischen Therapien ausgebildet sind und/oder in anthroposophischen Einrichtungen arbeiten. Das Programm vermittelt über zweieinhalb Jahre eine professionelle, fortgeschrittene Vertiefung von diagnostischen, therapeutischen und zwischenmenschlichen Kapazitäten in der Arbeit mit Kindern und Erwachsenen mit komplexen Bedürfnissen. Auf der Grundlage des anthroposophischen Menschenbilds umfassen die Inhalte dabei eine Erweiterung der therapeutischen Praxis, Ansätze zur Selbstreflexion im beruflichen Kontext, künstlerische und bewegungsbasierte Therapieangebote sowie Erkenntnisse aus der Schulmedizin. Die englischsprachige Ausbildung findet sowohl mittels Onlinetreffen als auch bei persönlichen Treffen in Dornach und in Großbritannien statt.

Redaktion · 21. Mai 2026 · 1 Min.

Camphill in den USA

Camphill in den USA

Die aktuelle politische Lage in den USA lässt viele Menschen zögern, eine Reise in das Land zu planen. Der Tourismus, vor allem aus Europa und Kanada, verzeichnet derzeit einen deutlichen Rückgang. Und es gibt noch einen weiteren Bereich, in dem sich rückläufige Zahlen bemerkbar machen: im internationalen Freiwilligendienst. Auch in US-amerikanischen Camphill-Gemeinschaften wird dies deutlich. Internationale Freiwillige sind jedoch seit jeher ein wichtiger Teil der Arbeits- und Gemeinschaftskultur von Camphill. Ein Videoprojekt der Freunde der Erziehungskunst zeigt den Alltag von Freiwilligen in der Heartbeet Lifesharing Community in Vermont. Die Camphill-Gemeinschaft ist das Zuhause von Erwachsenen mit Assistenzbedarf, langfristig Angestellten und Freiwilligen sowohl aus den USA als auch aus dem Ausland. In dem Video teilen sie ihre Erfahrungen in der Heartbeet Community und laden alle Interessierten dazu ein, selbst temporäres oder permanentes Mitglied einer Camphill-Gemeinschaft zu werden.

Redaktion · 21. Mai 2026 · 1 Min.

Zuschriften zum Gespräch mit Serhii Kopyl

Zuschriften zum Gespräch mit Serhii Kopyl

Gedanken und Leserreaktion zum Interview ‹Alles, was mir gehört, trage ich mit mir› von Frode Barkved mit Serhii Kopyl, ‹Goetheanum› 18 vom 1. Mai 2026. Winston Churchill schreibt, dass das erste Opfer des Krieges die Wahrheit sei, die Sprache. Tatsächlich lässt Gewalt verstummen und sie polarisiert. Wir freuen uns deshalb, wenn wir hier über diesen furchtbarsten Krieg nach 1945 in Europa ins Gespräch kommen.

Redaktion · 21. Mai 2026 · 1 Min.

Theater im Augenblick

Theater im Augenblick

In wenigen Wochen beginnen die Proben für die drei ‹Faust›-Sommerspiele im Juli. Jetzt trafen sich die Spielenden Sangita Singh (Gretchen) und Jeroen Engelsman (junger Faust) nach der Spielpause zum ersten Mal. Eine Fotosession mit der Fotografin Laura Pfaehler stand auf dem Programm. 500-mal surrt der Auslöser, blitzt die Lampe, um eine Handvoll gute Fotos des Paares zu liefern. Was im Theater Bewegung ist, das wird mit der Kamera zum Moment. Wie oft geschieht es, dass dabei im eingefrorenen Augenblick die Regung der Seele erstarrt und so an Innerlichkeit verliert. In einem von 100 Bildern geschieht das Gegenteil, da ist selbst im Stillstand des Fotos die Bewegung erhalten. Sie wird zur Bewegung in der Ruhe, lässt das Gemüt der Gebannten leuchten. Das macht Porträtfotografie zu heiligem Dienst – Theater im Augenblick.

Redaktion · 20. Mai 2026 · 1 Min.