Rubrik

Ausgabe 23/2026

13 Beiträge

Biodynamik in der Schweiz

Biodynamik in der Schweiz

Sowohl die Mitglieder des Vereins für biologisch-dynamische Landwirtschaft als auch die des Schweizerischen Demeter-Verbands haben für eine Fusion unter neuem Namen gestimmt: Demeter Schweiz wird zukünftig die biodynamische Bewegung bündeln und professionalisieren. Damit kommt ein seit 2022 laufender Strukturprozess zum Abschluss. Co-Geschäftsführerin Verena Wahl meint in einer Pressemitteilung, dass die Schweizer Demeter-Organisationen historisch gewachsen seien und in den vergangenen Jahren immer intensiver zusammengearbeitet hätten. Die Fusion ist dementsprechend der nächste logische Schritt, der die Organisation professionalisiert und die Zusammenarbeit deutlich vereinfacht. Der ganze Name der Organisation lautet: Demeter Schweiz – Verein für biologisch-dynamische Landwirtschaft, assoziatives Wirtschaftsleben und menschengerechte Ernährungskultur. Sie vereint Menschen und Organisationen entlang der gesamten biodynamischen Wertschöpfungskette: Produzentinnen, Verarbeiter, Händlerinnen und Konsumenten.

Redaktion · 03. Juni 2026 · 1 Min.

Fließformen

Fließformen

Wasser ist ein nicht wegzudenkender Teil des menschlichen Lebens: Wir trinken es, wenn wir durstig sind, waschen unsere Körper und unsere Kleidung mit ihm, gießen mit ihm unsere Zimmerpflanzen und Gärten, bestehen selbst zu 50 bis 70 Prozent aus Wasser. Wasser besitzt darüber hinaus auch eine starke Symbolik. Es evoziert Erinnerungen, besitzt einen inhärenten Rhythmus und spiegelt die Unendlichkeit des Lebens wider. In einer Reihe von Onlineseminaren, beginnend am 9. Juni, bietet die südafrikanische Online Academy for Social Art (OASA) einen Raum an, in dem sich Interessierte mit den spirituellen Assoziationen von Wasser auseinandersetzen können. Zentral ist dabei die Erforschung von John Wilkes’ ‹Flowforms›, deutsch: ‹Fließformen›, Konstruktionen, die die lebendige, dynamische Natur von Wasser offenbaren können. Teilnehmende lernen in den Treffen, wie sich Flow – oder Fluss – in der menschlichen Biografie manifestieren kann und wie sie diese Wasserqualität in ihrem eigenen Leben stärken können.

Redaktion · 03. Juni 2026 · 1 Min.

Hast du die Sorge nie gekannt?

Hast du die Sorge nie gekannt?

So fragt die geheimnisvolle Gestalt am Ende des Dramas. Die Sorge trifft Faust als Hundertjährigen. Deren Schwestern, Mangel, Schuld und Not, vermag er auszusperren, aber nicht die Sorge. Als würde jemand aus der Überfülle heutigen Konsums sprechen, bekennt Faust: «Was nicht genügte, ließ ich fahren, Was mir entwischte, ließ ich ziehn.» Und die Sorge gibt die Diagnose, die zur allgemeinen Einsicht eines Konsumzeitalters gehört: «Er verhungert in der Fülle.» Wie in der Antike, wo der Blinde sehend wird, nimmt die Sorge Faust sein Augenlicht und langsam dämmert es ihm: «Die Nacht scheint tiefer tief hereinzudringen, / Allein im Innern leuchtet helles Licht».

Redaktion · 03. Juni 2026 · 1 Min.

Zuerst bin ich Mensch

Zuerst bin ich Mensch

Im Gespräch mit Udi Levy erzählen der Israeli Rami Elhanan und der Palästinenser Bassam Aramin von ihrer ungewöhnlichen Freundschaft. Kennengelernt haben sie sich als Mitglieder der Organisation Parents Circle Families’ Forum, die Menschen zusammenbringt, die im Konflikt zwischen Palästina und Israel Angehörige verloren haben. So auch Elhanan und Aramin: Beide verloren ein Kind. Aramins Tochter wurde im Alter von zehn Jahren von einem israelischen Grenzpolizisten getötet. Elhanans 14-jährige Tochter starb bei einem palästinensischen Selbstmordattentat. Und doch brachen beide Männer mit der lang anhaltenden Tradition von blinder Wut und wurden Freunde. Sie wählten einen anderen Weg. Im Gespräch erzählen sie ihre Geschichte, von ihrer Arbeit als Co-Leiter des Parents Circle Families’ Forum, über ihren Umgang mit Konflikt und Trauer sowie darüber, wie Frieden möglich sein kann.

Redaktion · 03. Juni 2026 · 1 Min.