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Landwirtschaft

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Neue Saaten

Neue Saaten

Biodynamische Praktiken werden in der neuseeländischen Landwirtschaft seit etwa 1928 angewendet. Die Biodynamic Farming and Gardening Association wurde 1939 offiziell gegründet. Seitdem ist die Zahl der biodynamisch arbeitenden Gärtner, Landwirtinnen und Winzer in Neuseeland, das von den indigenen Māori Aotearoa genannt wird, stetig gewachsen. Einmal jährlich kommen Vertreterinnen und Vertreter, die in der Biodynamik tätig sind oder sich für eine Umstellung interessieren, bei einer Konferenz zusammen. Dieses Jahr findet das Treffen vom 29. bis 30. August statt. Der Titel ‹New Seeds: Growing the Future of Biodynamics›, deutsch: ‹Neue Saaten: Die Zukunft der Biodynamik anbauen›, weist auf die Zukunftsorientierung des Konferenzprogramms hin: Vorträge, Gesprächsrunden und Workshops sind geprägt von der Frage, wie die Biodynamik immer wieder neu gedacht und praktiziert werden kann, sodass sie einen frischen Zugang zu aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft bietet.

Redaktion · 25. Februar 2026 · 1 Min.

Frauen und Landwirtschaft

Frauen und Landwirtschaft

2026 ist das Internationale Jahr der Frauen in der Landwirtschaft. Ein breites Bündnis von Verbänden aus Landwirtschaft und ländlichem Raum, zu dem auch mehrere biodynamische Verbände gehören, weist zu diesem Anlass auf die kontinuierliche Benachteiligung von Frauen in landwirtschaftlichen Betrieben hin. Mit Berufung auf die Studie ‹Frauen.Leben.Landwirtschaft.› macht das Bündnis in einer gemeinsamen Erklärung darauf aufmerksam, dass Frauen in vielen Betrieben zwar an strategischen Entscheidungen beteiligt sind und weitere elementare Aufgaben übernehmen, dies jedoch finanziell und rechtlich oft nicht anerkannt wird. Um die Situation von Frauen in der Landwirtschaft zu verbessern, hat das Bündnis acht Handlungsfelder definiert, in denen Politik, Zivilgesellschaft und Verbände aktiv werden sollten. Dazu gehört, Frauen als Eigentümerinnen und Betriebsleiterinnen zu fördern, soziale Absicherung zu garantieren, Sorgearbeit anzuerkennen und gerecht umzuverteilen, Lohngerechtigkeit sowie sichere Arbeitsbedingungen zu gewährleisten und politische Teilhabe und Repräsentation zu stärken.

Redaktion · 12. Februar 2026 · 1 Min.

Das Physische, das Lebendige, das Seelenartige

Das Physische, das Lebendige, das Seelenartige

Ich habe Mitgefühl mit jungen Menschen, die sich nach ihrem Schulabschluss fragen: Was soll ich jetzt tun? Wo kann ich mich verwirklichen? Wo werde ich gebraucht? Denn dies sind bedeutsame Fragen. Besonders in Zeiten, in denen ganze Berufe, die noch vor 20 Jahren als attraktiv, wettbewerbsintensiv und gut bezahlt galten, in Rekordgeschwindigkeit von künstlicher Intelligenz übernommen werden und den Menschen überflüssig machen. Doch in dieser Entwicklung liegt auch eine Chance für die Menschheit, sich wieder den elementarsten Dingen zuzuwenden – und dem, was das größte Zukunftspotenzial birgt: der Landwirtschaft. Vergessen, verpönt, gemieden – und doch eines der wenigen Berufsfelder, auf die wir nicht verzichten können. Ein wirklich nachhaltiger Ansatz in der Landwirtschaft wirft folgende Kernfragen auf: Was entspricht einem zeitgemäßen Umgang mit dem Boden? Mit Pflanzen? Mit Tieren? Und welche Rolle muss der Mensch in diesem Kontext künftig einnehmen? Die biodynamische Landwirtschaft ist eine Form der Landwirtschaft, die genau diese Fragen beantwortet. Sie stellt nicht die Natur, sondern den Menschen in den Mittelpunkt. Denn der Mensch trägt alle Bereiche der Natur in sich: das Physische, das Lebendige und das Seelenartige. Wer die Natur verstehen will, muss zuerst den Menschen studieren. Seit 2026 bietet das Rudolf Steiner College Kanada den Diplomstudiengang Biodynamische Landwirtschaft an. In diesem Programm werden die Teilnehmenden von mehr als 15 erfahrenen Dozenten unterrichtet, die zusammen über 500 Jahre praktische Erfahrung in der Landwirtschaft mitbringen. Innerhalb von zwei Jahren werden in wöchentlichen Onlinesitzungen tiefgreifende Einblicke in alle Bereiche der Landwirtschaft vermittelt. Der Lehrplan deckt alle Aspekte eines diversifizierten landwirtschaftlichen Betriebs ab. Das Programm umfasst außerdem vier Praktika auf verschiedenen biodynamischen Höfen. So lernen die Teilnehmenden das umfassende Beziehungsgeflecht eines biodynamischen Betriebs kennen, einschließlich neuer Ansätze für die betriebswirtschaftliche Führung. Ambitionierte Menschen, die sich in der Landwirtschaft beweisen möchten, können sich ab sofort für die Ausbildung bewerben.

Tilo Crass · 12. Februar 2026 · 1 Min.