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Indigene Genossenschaften in Aktion

Indigene Genossenschaften in Aktion

Mexikanische Landwirtinnen und Landwirte sind wie in vielen anderen Ländern der Welt mit Unterdrückung, Enteignung, politischer Vernachlässigung und dem Druck durch die industrialisierte Landwirtschaft konfrontiert. Im Zentrum Mexikos hat sich vor fast 50 Jahren eine Vereinigung indigener Genossenschaften gebildet, die gemeinsam diesen Widrigkeiten trotzen. Die Vereinigung nennt sich Tosepan Titataniske, was auf Deutsch so viel heißt wie ‹Gemeinsam werden wir es schaffen›. 64 Prozent ihrer Mitglieder sind Frauen, 53 000 der Mitglieder betreiben eine biologische Landwirtschaft. Die Genossenschaften verwalten sich in Versammlungen selbst und haben ihre eigenen Schulen, ein Netzwerk für Ökotourismus, ein finanzielles System, ein Gesundheitswesen und ein Mobilfunknetz aufgebaut. Ihr Widerstand gegen Bergbau und andere ökologisch destruktive Bauprojekte war immer wieder erfolgreich. Die Arbeit von Tosepan Titataniske ist verwurzelt in Spiritualität, mit dem Ziel, einen ‹Himmel auf Erden› zu schaffen.

Redaktion · 17. März 2026 · 1 Min.

Ein neues Märchen

Ein neues Märchen

‹Die weiße Schlange› gehört zu den Märchen aus der Feder der Brüder Grimm. Es erzählt die Geschichte eines Dieners am Königshof, der die Sprache der Tiere spricht. Diese Fähigkeit und sein mitfühlendes Herz kommen ihm zugute, als er drei Aufgaben lösen muss, um die Hand der Königstochter zu gewinnen. Das Goetheanum-Eurythmie-Ensemble hat das Märchen tänzerisch auf die Bühne gebracht. Die Mitglieder des Regieteams aus Marianne Dill, Ioana Farcasanu und Nicolas Prestifilippo sprechen mit Stefan Hasler für die Interviewreihe ‹Eurythmie im Gespräch› darüber, wie die Produktion entstanden ist. Dafür beantworten sie die Fragen, wie man ein Märchen für eine eurythmische Umsetzung auswählt und wie man ein einheitliches Konzept entwickelt, das Bühnenbild, Kostüme und Musik harmonisch zusammenbringt. Sie schauen außerdem auf die Rätsel, die das alte Märchen in sich birgt, und wie sie durch Eurythmie in bewegte Bilder verwandelt werden können.

Redaktion · 09. März 2026 · 1 Min.

Karmagedanke als Zukunft

Karmagedanke als Zukunft

In ihrem Vortrag erfasst die frühere Pfarrerin und Dozentin Mechtild Oltmann den Begriff der ‹Zeitenwende› aus einem anthroposophischen Blickwinkel. Sie bezeichnet die Geschehnisse der Zeitenwende als Grund für unser aller Hiersein und nähert sich diesem Mysterienwort durch konkrete Beispiele an. Sie webt den Begriff ein in einen historischen Teppich, der das Wirken Rudolf Steiners, Apokalypse-Bilder und Nahtoderfahrungen umfasst sowie die Begegnung mit Christus im Sterben und die individualisierten Biografien der heutigen Zeit. Oltmann führt aus, inwieweit Reinkarnation und Karma zur eigentlichen Botschaft des Christentums werden könnten und was das wiederum für unsere Freiheit, Schuld, unseren Sinn und unsere Verantwortung bedeutet.

Paula Boslau · 04. März 2026 · 1 Min.

Der Ich-Sinn und die physische Begegnung im digitalen Zeitalter

Der Ich-Sinn und die physische Begegnung im digitalen Zeitalter

Der Vortrag von Salvatore Lavecchia, Professor für Geschichte der antiken Philosophie, Dozent an der italienischen Universität von Udine, Mitforscher am Philosophicum in Basel und Autor mehrerer Bücher, ist eine Einladung an das Publikum, neu darüber nachzudenken, was es wirklich bedeutet, Mensch zu sein. Er führt dazu seine Untersuchungen zum Ich-Gefühl als Kernstück der Anthroposophie aus. Welche Rolle spielt es in der lebendigen Begegnung zwischen Menschen im physischen Raum? Diese Begegnung wird laut Lavecchia erst durch den Sinnesorganismus ermöglicht: Durch das Anhören des anderen wird das Geheimnis des «gemeinsamen Fühlens» zur Revolution. Das Ich ist kein geschlossener Punkt, sondern eine sich öffnende Realität, die den anderen aufnimmt und jeden authentischen Dialog begründet, der heute durch die digitale Welt bedroht ist.

Redaktion · 24. Februar 2026 · 1 Min.

Gemeine Kleinigkeiten

Gemeine Kleinigkeiten

Nicht der gesellschaftlichen Norm zu entsprechen, kann dazu führen, dass eine Person von ihrem Umfeld bewertet, angegriffen und ausgegrenzt wird. Übergewicht gehört dabei zu den sichtbaren Attributen, die als normabweichend wahrgenommen werden und oftmals mit Vorurteilen belastet sind. Mehrgewichtigen Menschen werden allerhand negative Eigenschaften zugeschrieben, wie zum Beispiel ein Mangel an Disziplin – dabei gibt es für Übergewicht viele Ursachen, die nichts mit persönlicher Motivation zu tun haben. Krankheit, genetische Veranlagung, traumatische Erlebnisse und strukturelle Benachteiligung sind alles Faktoren, die das Gewicht eines Menschen prägen können. Der österreichische Regisseur und ehemalige Waldorfschüler Florian Moses Bayer setzt sich in seinem neuen Kurzfilm ‹Die gemeinen Kleinigkeiten› mit den emotionalen Folgen von Mehrgewicht und der daraus resultierenden sozialen Stigmatisierung auseinander. Das Leben der Hauptfigur Josef dreht sich hauptsächlich um sein Gewicht. Erst eine unerwartete Begegnung mit einem Rapper und ein Pakt mit seiner besten Freundin bringen Veränderung in sein Leben. Bayer, der für ‹Die gemeinen Kleinigkeiten› beim Max-Ophüls-Filmfestival in Saarbrücken in der Kategorie Kurzfilm sowohl den Jury- als auch den Publikumspreis erhalten hat, thematisiert in der Geschichte von Josef auch größere Fragen rund um Selbstwert, Männlichkeit und Leistungsdenken. In Interviews erzählt er, wie seine Zeit an der Grazer Waldorfschule seine Kreativität schon früh gefördert hat, besonders durch das jährlich aufgeführte Theaterstück, regelmäßige Projektwochen und die generelle Atmosphäre des Ausprobieren-Dürfens.

Paula Boslau · 20. Februar 2026 · 1 Min.