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Ich bin

Ich bin

Ich bin. Ein simpler Satz aus nur zwei Wörtern und sechs Buchstaben. Und doch beinhaltet er ein ganzes Universum an Erfahrungen, Gedanken, Gefühlen, Verletzungen und glückseligen Momenten. Was bedeutet es wirklich, Mensch zu sein? Was bedeutet es, wenn wir sagen ‹Ich bin›? Das niederländische Atelier Anthroposophie bietet am 1. Juni einen Tag der Inspiration an, bei dem es um die Erforschung genau dieser Fragen geht. Gemeinsam wird innegehalten. Der Alltag fällt weg und in der übrig bleibenden Stille wird das menschliche Sein, das wir tagtäglich als so selbstverständlich empfinden, genauer angeschaut. Verschiedene Aspekte des Menschseins werden dabei ins Licht gerückt, um sie mit mehr Bewusstsein und Sensibilität zu betrachten. Zu Hilfe kommen dabei inhaltliche Impulse zu verschiedenen Perspektiven auf das Menschenbild sowie praktische Übungen, künstlerische Betrachtungen, Meditationen und Gesprächsrunden. Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich auch über den Workshop hinaus in Alltag, Arbeit und den persönlichen Entwicklungsweg integrieren. Die Veranstaltung findet auf Niederländisch statt.

Redaktion · 14. April 2026 · 1 Min.

Die innere Botin wecken

Mein Weg zum Anthroposophiestudium begann mit einer Überraschung. Während eines Retreats in Basel im Februar 2025 besuchte ich das Goetheanum als Touristin. Als ich das erste Mal vor dem majestätischen Gebäude stand, spürte ich sofort eine tiefe Verbundenheit – fast wie eine Berufung. Ich meldete mich für den englischsprachigen Kurs an, ohne viel über Anthroposophie zu wissen. Als ich im September 2025 ankam, war mein einziges Ziel, etwas Neues zu lernen. Die Dozentinnen und Kommilitonen kamen aus aller Welt und brachten vielfältige Perspektiven und eine lebendige Atmosphäre mit. Unsere Studien reichten von Naturbeobachtung und Eurythmie bis hin zu Philosophie, Sozialtheorie und Kunst. Das gesamte Programm fühlte sich an wie eine inspirierte, erwachsene Version der Waldorfpädagogik. Das größte Geschenk dieses Kurses waren die tiefgründigen Gespräche zwischen Dozierenden und Studierenden – intellektuell lebendig und spirituell geerdet. Mit 56 Jahren, einem Doktortitel der Universität Oxford und jahrelanger Lehrtätigkeit kann ich sagen, dass mich diese Lernerfahrung unvorstellbar verändert hat. Nun ist meine Zeit gekommen, das Licht der Anthroposophie in meine Heimat Hongkong zurückzubringen.

Red Chan · 01. April 2026 · 1 Min.

Alte Wege in die Zukunft

Alte Wege in die Zukunft

Das US-amerikanische Bay Area Center for Waldorf Teacher Training (BACWTT) befindet sich in einem kontinuierlichen Austausch mit verschiedenen indigenen Gemeinschaften, deren Weltsicht und pädagogisches Wissen eine wertvolle Ergänzung für die Waldorfpädagogik darstellen. Vom 2. bis 11. August organisiert das BACWTT in Zusammenarbeit mit der Kusi Kawsay Andean School vor diesem Hintergrund eine zehntägige Reise nach Peru. Das Angebot richtet sich an berufstätige und angehende Pädagoginnen und Pädagogen, die ihren Arbeitshorizont erweitern möchten. Die Reise bietet eine Einführung in die indigene Kultur der peruanischen Anden, mit Ausflügen zu präkolumbischen archäologischen Stätten wie Machu Picchu und einer Hospitation an der indigenen Waldorfpädagogik-inspirierten Kusi Kawsay Andean School. Übergeordnetes Thema der Reise ist das gemeinsame Erforschen der Frage, welche Rolle indigene Weisheiten und Praktiken in der Zukunft der Waldorfpädagogik spielen können.

Redaktion · 26. März 2026 · 1 Min.

In Kunst die Stimme finden

In Kunst die Stimme finden

Im Oktober 2024 startete die Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Kooperation mit der Gemeinde Alfter ein kunsttherapeutisches Projekt mit Kindern aus geflüchteten Familien. Einmal wöchentlich haben Studierende der Kunsttherapie, unterstützt von ihren Professorinnen und Professoren, einen Raum geöffnet, in dem sich Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 14 Jahren mit verschiedensten Kunstmaterialien ausdrücken konnten. Worte für ihre Fluchterfahrungen zu finden, kann vor allem für sehr junge Menschen schwierig sein. Der Ausdruck mit Ton, Farbe und Papier kann eine alternative Stimme bieten. Die in den Workshops entstandenen Werke können noch bis zum 29. April im Rathaus der Gemeinde Alfter besichtigt werden. Die Malereien, Collagen und Plastiken bieten einen persönlichen Einblick in die Erfahrungen, Erinnerungen und Wünsche der Kinder. Die Ausstellung zeigt, wie Kunst Begegnung, Austausch und Integration unterstützen kann.

Redaktion · 26. März 2026 · 1 Min.