Rubrik

Ausgabe 10/2026

16 Beiträge

Anthroposophie in Stuttgart

Anthroposophie in Stuttgart

Stuttgart und seine Umgebung sind einer der Orte in Deutschland, an dem eine Vielfalt anthroposophischer Initiativen lebendig geworden sind. Mit der Zeit sind in der baden-württembergischen Hauptstadt und im Umland viele Ideen der Anthroposophie in die Praxis umgesetzt worden, in Form von Waldorfschulen und -kindergärten, heilpädagogischen Einrichtungen, einer Klinik, die im Sinne der Anthroposophischen Medizin arbeitet, Demeter-Höfen, Kulturorten und verschiedensten Unternehmen. Wer die Anthroposophie und die aus ihr entstandenen Initiativen zelebrieren oder besser kennenlernen möchte, hat dazu Gelegenheit bei der Langen Nacht der Anthroposophie, die am 27. Juni in Stuttgart stattfindet. Organisiert wird die Veranstaltung von der Anthroposophischen Gesellschaft in Stuttgart, in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl weiterer lokaler anthroposophischer Zentren und Einrichtungen. Das Programm umfasst diverse Angebote, die in das Welt- und Menschenbild der Anthroposophie einführen, sowie Beiträge zu Themen wie Bildung, Ernährung, Philosophie, Gesundheit und Spiritualität. Auf mehreren Bühnen kann das Publikum Theaterstücke, Konzerte und Eurythmie erleben. Workshops bieten zudem einen interaktiven Zugang zur Anthroposophie.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.

Junge Eurythmie

Junge Eurythmie

Eurythmie ist nicht nur Tanz und Bewegung; sie ist eine Kunstform, die Musik, Poesie und das Erzählen von Geschichten in sich aufnehmen kann, um sie dann als harmonische Synergie an das Publikum zurückzugeben. Dabei bietet die Eurythmie Menschen in jedem Alter ein künstlerisches Ausdrucksmittel. Vom 29. Juli bis 12. August findet an der Eurythmieschule Eurythmy Spring Valley im US-Bundesstaat New York ein eurythmischer Intensivkurs für junge Erwachsene im Alter von 17 bis 20 Jahren statt. Der Kurs öffnet für die Teilnehmenden einen fokussierten Raum, in dem sie sich mit der Kunst, der Bedeutung und der Kraft von Eurythmie auseinandersetzen können. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer nehmen an täglichen Eurythmieproben teil, die als Vorbereitung für eine öffentliche Abschlussperformance dienen. Sommerlich abgerundet wird der Stundenplan durch kreative Schreibübungen, Musik, Spiele, Schwimmen und einen Ausflug nach New York City. Stipendien können beantragt werden.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.

Wirtschaft des Menschen

Wirtschaft des Menschen

Dient die Wirtschaft dem Menschen oder dienen die Menschen der Wirtschaft? Ausgehend von dieser Fragestellung veranstaltet die Akanthos-Akademie im Rudolf-Steiner-Haus in Stuttgart am 20. und 21. März ein Wochenendseminar mit dem Titel ‹Vom Zwang, dem Wirtschaftssystem zu dienen, zu einer Wirtschaft im Dienste des Menschen›. Das Seminar beginnt an der Wurzel: Wie ist das aktuelle Wirtschaftssystem entstanden? Wie funktioniert es? Was ist Geld? Welche Rolle spielt Geld im Wirtschaftssystem? Was ist Wachstum? Und ist Wachstum wirklich so wichtig, wie immer betont wird? Fakt ist, dass unser Wirtschaftssystem stets weniger sozial und nachhaltig wird. Im Seminar wird die Frage erörtert, ob es ein ökonomisches Modell geben kann, dessen Kern ein soziales Miteinander anstelle eines Gegeneinanders ist. Und wenn ja, wie das konkret aussehen könnte in einer Zeit, in der es nie da gewesene technologische und finanzielle Möglichkeiten gibt. Das Seminar richtet sich an alle Interessierten, die die Grundlagen der Wirtschaft ganzheitlich verstehen und sich von konkreten Gestaltungspotenzialen inspirieren lassen möchten.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.

Anthroposophie im akademischen Diskurs

Anthroposophie im akademischen Diskurs

Die Konferenz ‹100 Jahre Rudolf Steiner› war die erste Jahreskonferenz des Programms für die ‹Evolution der Spiritualität› der Harvard University, die sich auf eine einzelne Person und eine einzelne spirituelle Strömung konzentrierte. Die Entscheidungen, die bei der Planung dieser akademischen Veranstaltung getroffen wurden, geschahen im Vertrauen auf die Widerstandsfähigkeit und Vielfalt von Rudolf Steiners Leben und Werk. Der Organisator Dan McKanan reflektierte über die Initiative.

Dan McKanan · 04. März 2026 · 2 Min.

Das Kunststück ist gelungen

Das Kunststück ist gelungen

Ich erlebe die Auseinandersetzung mit Rudolf Steiner und der Anthroposophie in Europa oft polarisiert, schwarz oder weiß. Selten begegnen mir so unbefangene Blicke jenseits aller Kategorisierungen, wie ich sie bei dieser Konferenz erfuhr. So zum Beispiel, wenn Ikechukwu Anthony Kanu, Professor für afrikanische Philosophie und religiöse Traditionen in Nigeria, über Rudolf Steiners Christologie sprach, wenn Zohar Maor von der jüdisch-religiösen Universität Bar-Ilan im israelischen Ramat über ‹Rudolf Steiner’s Anthroposophy as a Secularized Religiosity› referierte, wenn Aaron French und Henry Holland, die gerade an einem Buch über Rudolf Steiner schreiben, in ihren Beiträgen ‹Biography in the Mirrors of Biographers, or Writing the Life of Rudolf Steiner – Empirical Facts, Polemical Insinuations, and Imaginative Insights› ganz neue, originelle Blicke auf seinen Lebenslauf warfen. Oder wenn der indische Physiker Gopi Krishna Vijaya über ‹Organic Thinking as a Prerequisite for Discussions on Race with a Special Emphasis on India-Britain› referierte und dadurch die Rassismusdiskussion um neue Aspekte bereicherte.

Martina Maria Sam · 04. März 2026 · 1 Min.