Rubrik

Ausgabe 10/2026

16 Beiträge

Anthroposophische Medizin in der NS-Zeit

Anthroposophische Medizin in der NS-Zeit

Die Medizinische Sektion bietet regelmäßig dialogische Onlineveranstaltungen zu aktuellen Themen an. Sowohl vor Ort als auch online zugeschaltet kann man am Gespräch teilnehmen. Am 3. März von 19 bis 20.30 Uhr folgt der nächste Austausch mit den Verantwortlichen der Sektion, Marion Debus, Karin Michael und Adam Blanning. An diesem Termin geht es um das Thema ‹Anthroposophische Medizin im Nationalsozialismus›. Als Gast stellt Peter Selg (gemeinsam mit Matthias Mochner und Susanne H. Gross) seine zehnjährige Forschungsarbeit zur Anthroposophischen Medizin im Nationalsozialismus (Ärzteschaft/Heilpädagogik/Pharmazie) vor. Im ‹Goetheanum› 48/2025 hat er dazu einen Artikel geschrieben: ‹Demeter-Dachau-Weleda›. Peter Selg spricht an dem Abend über Grundfragen und Herausforderungen der geschichtlichen Aufarbeitung, über Wege des Widerstandes, der Anpassung und der Kollaboration sowie über einzelne Persönlichkeiten. Im Anschluss an seine Ausführungen geht er auf Fragen aus dem Publikum ein. Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.

Karmagedanke als Zukunft

Karmagedanke als Zukunft

In ihrem Vortrag erfasst die frühere Pfarrerin und Dozentin Mechtild Oltmann den Begriff der ‹Zeitenwende› aus einem anthroposophischen Blickwinkel. Sie bezeichnet die Geschehnisse der Zeitenwende als Grund für unser aller Hiersein und nähert sich diesem Mysterienwort durch konkrete Beispiele an. Sie webt den Begriff ein in einen historischen Teppich, der das Wirken Rudolf Steiners, Apokalypse-Bilder und Nahtoderfahrungen umfasst sowie die Begegnung mit Christus im Sterben und die individualisierten Biografien der heutigen Zeit. Oltmann führt aus, inwieweit Reinkarnation und Karma zur eigentlichen Botschaft des Christentums werden könnten und was das wiederum für unsere Freiheit, Schuld, unseren Sinn und unsere Verantwortung bedeutet.

Paula Boslau · 04. März 2026 · 1 Min.

Think it your way

Think it your way

Stephen Colbert, Moderator der US-‹Late Show›, erfuhr von seinem Sender, dass James Talarico, ehemaliger Mittelschullehrer mit theologischem Abschluss, der in Texas für den US-Senat kandidiert, nicht in seiner Show auftreten dürfe. Die Entscheidung wurde mit Richtlinien der TV-Aufsicht aus dem Jahr 1934 begründet. Hintergrund dieses ungewöhnlichen Eingriffs ist wohl, dass Talarico von der Trump-Regierung als Bedrohung betrachtet wird, weil seine christlich-humanistische Botschaft parteiübergreifend Gehör findet. Das Interview wurde jedoch auf einem Youtube-Kanal veröffentlicht, wo solche Vorschriften nicht gelten, und erreichte acht Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer in einer Woche.1 Eine Botschaft von Talarico lautet, dass christlicher Nationalismus für Spiritualität und Kirche schädlich sei. James Talarico dankte seinem Großvater dafür, von ihm gelernt zu haben, dass ein Christentum seine prophetische Stimme verliert, wenn es sich mit politischer Macht arrangiert. Laut Talarico ist es für jede spirituelle Organisation schlecht, sich mit einer politischen Partei zu verbinden. Dieser Gedanke folgt einer Idee des Gründervaters der USA, Thomas Jefferson: Religiöses Leben von politischer Macht, öffentlichen Finanzen und Politik zu befreien, schenkt dem Glauben Weisheit und Tugend.

Nathaniel Williams · 04. März 2026 · 1 Min.