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Goetheanum

26 Beiträge

… und leg den Schmuck hier heimlich an

… und leg den Schmuck hier heimlich an

Von Lieschen bis zur Sorge – sieben weibliche Neben-Hauptrollen der aktuellen ‹Faust›-Inszenierung sind hier im Fokus. Jetzt Marthe Schwertlein. Sie ist die Nachbarin und Vertraute von Gretchen und führt sie in die Tragödie. Wie ist das möglich? Zweierlei kommt bei Marthe zusammen: Als alleinstehende Frau ist sie von den gesellschaftlichen Umständen abhängig und zugleich zeigt sie persönliche Schwächen, nimmt es nicht genau mit ihrem inneren Kompass. Aus dieser Mischung – Schwäche und Bedrängnis außen und Schwächen innen – formt sich das Verderben.

Redaktion · 28. Mai 2026 · 1 Min.

Konvent – Bühne – Sektionen

Konvent – Bühne – Sektionen

Zur Generalversammlung präsentierte Justus Wittich den Jahresbericht der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft. Was während der Zusammenkunft von Constanza Kaliks, Stefan Hasler, Ueli Hurter und ihm vorgetragen wurde, findet sich dort schriftlich neben Einblicken in alle zwölf Sektionen und die Bühne. Auf 52 Seiten, mit Fotos der ‹Faust›-Produktion von Andrea Pfaehler/Rafael Tavares bebildert, gibt es für Mitglieder zum Download diese reiche Dokumentation wissenschaftlichen, künstlerischen und sozialen Schaffens. Die Sektionsfelder gliedern sich dabei in die Arbeitsfelder ‹Mensch werden› durch ‹Heilen›, ‹Natur›, ‹Kultur› und ‹Soziales›. Überschrieben ist der Bericht mit dem Motiv der Generalversammlung, das sich über ein Jahr erstreckt: ‹Wege des Vertrauens›. Diesem Grundzug menschlichen Miteinanders gingen die Beiträge an der Generalversammlung nach und gipfelten in dem im Eingang des Berichtes beschriebenen Konvent zur Ausarbeitung neuer Statuten für die Allgemeine Anthroposophische Gesellschaft.

Redaktion · 29. April 2026 · 1 Min.

Neue Statuten bis 2027?

Neue Statuten bis 2027?

Die Anthroposophische Gesellschaft führt ihren Erneuerungsprozess weiter: Der Entwurf für neue Statuten wurde den Mitgliedern auf der Generalversammlung vom 17. bis 19. April vorgestellt und an alle Mitglieder weltweit mit der Bitte um Rückmeldung verschickt. Die Versammlung bestätigte Sebastian Bauer als neuen Schatzmeister und würdigte gemeinsam mit den Verantwortlichen der Rudolf-Steiner-Nachlassverwaltung den Abschluss der Rudolf-Steiner-Gesamtausgabe.

Sebastian Jüngel · 29. April 2026 · 1 Min.

Poetisieren der Welt

Poetisieren der Welt

Wer einmal den Klang von Novalis’ Dichtungen oder Aphorismen gehört und davon berührt wurde, vergisst ihn nicht mehr. Wer ihn noch nicht kennt, dem eröffnen sie eine neue Welt. Es sind Worte, die das Licht des Geistes in sich tragen. Sie bringen eine andere Schicht der Wirklichkeit zum Ausdruck, die wir in Märchen und Mythen als Atmosphäre erleben können. Diese Sphäre wird bei Novalis als Lebensrealität poetisch konkret: «Die Welt muss romantisiert werden. So findet man den ursprünglichen Sinn wieder», ruft er uns in einem Aphorismus zu. Die Welt ist nicht schon fertig, sie kann durch das Wort verwandelt werden und der Mensch tritt zu ihr in ein wahrhaftiges Verhältnis.

Christiane Haid · 14. April 2026 · 1 Min.