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Durch Kinderaugen

Durch Kinderaugen

Von Kindern gemalte Bilder bieten unmittelbare Einblicke in ihre Welt- und Selbstwahrnehmung. Die ästhetisch-analytische Betrachtung der Bilder ist nicht nur für Eltern und Bezugspersonen spannend, sondern auch für in der Kunstpädagogik, Kultur- und Medienwissenschaft und Psychologie tätige Menschen sowie für die therapeutische und künstlerische Forschung. Das Kinderbildarchiv der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft ist eines der größten in Deutschland. Es umfasst rund 200 000 Kinderzeichnungen; die frühesten stammen aus den 1920er-Jahren. Die Sammlung wurde vor etwa 15 Jahren von der Universität zu Köln übernommen und seitdem kontinuierlich erweitert. Diese Zeitspanne von über 100 Jahren macht das Archiv zu einem wertvollen kultur- und bildungshistorischen Zeugnis. Die gesammelten Bilder zeigen, wie Kinder aus verschiedenen Regionen und Kulturkreisen Deutschlands über ein ganzes Jahrhundert hinweg ihren Alltag gedeutet haben. Die kindliche Bildsprache dokumentiert dabei auch den gesellschaftlichen Wandel von einer analogen Welt hin zu einer von Medien und digitalen Technologien geprägten Lebensrealität. Rabea Müller, Leiterin des Instituts für Kunsttherapie am Fachbereich Künstlerische Therapien und Therapiewissenschaft der Hochschule, bezeichnet das Kinderbildarchiv als «einzigartiges kulturhistorisches Gedächtnis». Die Hochschule lädt Institutionen und Fachleute dazu ein, sie bei der professionellen Archivierung der Bilder zu unterstützen, sodass vor allem die älteren Bilder vor einem drohenden Materialverfall bewahrt werden und das Archiv für eine zeitnahe wissenschaftliche Nutzung verfügbar ist.

Paula Boslau · 09. März 2026 · 1 Min.

Anthroposophie in Stuttgart

Anthroposophie in Stuttgart

Stuttgart und seine Umgebung sind einer der Orte in Deutschland, an dem eine Vielfalt anthroposophischer Initiativen lebendig geworden sind. Mit der Zeit sind in der baden-württembergischen Hauptstadt und im Umland viele Ideen der Anthroposophie in die Praxis umgesetzt worden, in Form von Waldorfschulen und -kindergärten, heilpädagogischen Einrichtungen, einer Klinik, die im Sinne der Anthroposophischen Medizin arbeitet, Demeter-Höfen, Kulturorten und verschiedensten Unternehmen. Wer die Anthroposophie und die aus ihr entstandenen Initiativen zelebrieren oder besser kennenlernen möchte, hat dazu Gelegenheit bei der Langen Nacht der Anthroposophie, die am 27. Juni in Stuttgart stattfindet. Organisiert wird die Veranstaltung von der Anthroposophischen Gesellschaft in Stuttgart, in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl weiterer lokaler anthroposophischer Zentren und Einrichtungen. Das Programm umfasst diverse Angebote, die in das Welt- und Menschenbild der Anthroposophie einführen, sowie Beiträge zu Themen wie Bildung, Ernährung, Philosophie, Gesundheit und Spiritualität. Auf mehreren Bühnen kann das Publikum Theaterstücke, Konzerte und Eurythmie erleben. Workshops bieten zudem einen interaktiven Zugang zur Anthroposophie.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.

Junge Eurythmie

Junge Eurythmie

Eurythmie ist nicht nur Tanz und Bewegung; sie ist eine Kunstform, die Musik, Poesie und das Erzählen von Geschichten in sich aufnehmen kann, um sie dann als harmonische Synergie an das Publikum zurückzugeben. Dabei bietet die Eurythmie Menschen in jedem Alter ein künstlerisches Ausdrucksmittel. Vom 29. Juli bis 12. August findet an der Eurythmieschule Eurythmy Spring Valley im US-Bundesstaat New York ein eurythmischer Intensivkurs für junge Erwachsene im Alter von 17 bis 20 Jahren statt. Der Kurs öffnet für die Teilnehmenden einen fokussierten Raum, in dem sie sich mit der Kunst, der Bedeutung und der Kraft von Eurythmie auseinandersetzen können. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer nehmen an täglichen Eurythmieproben teil, die als Vorbereitung für eine öffentliche Abschlussperformance dienen. Sommerlich abgerundet wird der Stundenplan durch kreative Schreibübungen, Musik, Spiele, Schwimmen und einen Ausflug nach New York City. Stipendien können beantragt werden.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.

Wirtschaft des Menschen

Wirtschaft des Menschen

Dient die Wirtschaft dem Menschen oder dienen die Menschen der Wirtschaft? Ausgehend von dieser Fragestellung veranstaltet die Akanthos-Akademie im Rudolf-Steiner-Haus in Stuttgart am 20. und 21. März ein Wochenendseminar mit dem Titel ‹Vom Zwang, dem Wirtschaftssystem zu dienen, zu einer Wirtschaft im Dienste des Menschen›. Das Seminar beginnt an der Wurzel: Wie ist das aktuelle Wirtschaftssystem entstanden? Wie funktioniert es? Was ist Geld? Welche Rolle spielt Geld im Wirtschaftssystem? Was ist Wachstum? Und ist Wachstum wirklich so wichtig, wie immer betont wird? Fakt ist, dass unser Wirtschaftssystem stets weniger sozial und nachhaltig wird. Im Seminar wird die Frage erörtert, ob es ein ökonomisches Modell geben kann, dessen Kern ein soziales Miteinander anstelle eines Gegeneinanders ist. Und wenn ja, wie das konkret aussehen könnte in einer Zeit, in der es nie da gewesene technologische und finanzielle Möglichkeiten gibt. Das Seminar richtet sich an alle Interessierten, die die Grundlagen der Wirtschaft ganzheitlich verstehen und sich von konkreten Gestaltungspotenzialen inspirieren lassen möchten.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.

Neue Saaten

Neue Saaten

Biodynamische Praktiken werden in der neuseeländischen Landwirtschaft seit etwa 1928 angewendet. Die Biodynamic Farming and Gardening Association wurde 1939 offiziell gegründet. Seitdem ist die Zahl der biodynamisch arbeitenden Gärtner, Landwirtinnen und Winzer in Neuseeland, das von den indigenen Māori Aotearoa genannt wird, stetig gewachsen. Einmal jährlich kommen Vertreterinnen und Vertreter, die in der Biodynamik tätig sind oder sich für eine Umstellung interessieren, bei einer Konferenz zusammen. Dieses Jahr findet das Treffen vom 29. bis 30. August statt. Der Titel ‹New Seeds: Growing the Future of Biodynamics›, deutsch: ‹Neue Saaten: Die Zukunft der Biodynamik anbauen›, weist auf die Zukunftsorientierung des Konferenzprogramms hin: Vorträge, Gesprächsrunden und Workshops sind geprägt von der Frage, wie die Biodynamik immer wieder neu gedacht und praktiziert werden kann, sodass sie einen frischen Zugang zu aktuellen Herausforderungen in der Landwirtschaft bietet.

Redaktion · 25. Februar 2026 · 1 Min.

Vertikale Gemeinschaftsbildung

Vertikale Gemeinschaftsbildung

Wer sich mit geschärfter Aufmerksamkeit seiner Umwelt zuwendet, wird feststellen, dass es mehr wahrzunehmen gibt als das Offensichtliche. Vertikal gedacht ist die Welt – und auch die eigene Seele – voll von Stimmungen, von Anwesenheit und Präsenz, von geistigen Wesen. Das Kolloquium ‹Vertikale Gemeinschaftsbildung›, das vom 8. bis 10. Mai von der Initiative Anthroposophische Meditation (IAM) in Zusammenarbeit mit der Anthroposophischen Gesellschaft Deutschland organisiert wird, widmet sich der Frage, wie individuelle und gemeinschaftliche Meditation dabei helfen kann, mit diesen feinen Schwingungen in Kontakt zu kommen und gut mit ihnen zu leben. Der Austausch mit anderen ist zentraler Bestandteil des Fachkolloquiums; es wird gemeinsam geübt und in Gesprächsrunden über das Erlebte diskutiert. Die Worte Anwesenheit, Verbindlichkeit und Inspirationsgemeinschaft bieten dabei eine thematische Fokussierung. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierten.

Redaktion · 25. Februar 2026 · 1 Min.