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In Gemeinschaft

In Gemeinschaft

Das Thema der diesjährigen Tagung der Landwirtschaftlichen Sektion war ‹You never farm alone› (Du bist nie allein auf dem Feld), und so war auch die Veranstaltung: reich an Begegnungen, Lernerfahrungen und Inspiration. Die Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit der Landwirte und Landwirtinnen in den Berichten erinnerte die Teilnehmenden daran, dass Landwirtschaft mehr ist als nur Land und Ernte, sondern auch aus Menschen und Gemeinschaft besteht.

Eduardo Rincón · 17. März 2026 · 1 Min.

Think it your way

Think it your way

Stephen Colbert, Moderator der US-‹Late Show›, erfuhr von seinem Sender, dass James Talarico, ehemaliger Mittelschullehrer mit theologischem Abschluss, der in Texas für den US-Senat kandidiert, nicht in seiner Show auftreten dürfe. Die Entscheidung wurde mit Richtlinien der TV-Aufsicht aus dem Jahr 1934 begründet. Hintergrund dieses ungewöhnlichen Eingriffs ist wohl, dass Talarico von der Trump-Regierung als Bedrohung betrachtet wird, weil seine christlich-humanistische Botschaft parteiübergreifend Gehör findet. Das Interview wurde jedoch auf einem Youtube-Kanal veröffentlicht, wo solche Vorschriften nicht gelten, und erreichte acht Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer in einer Woche.1 Eine Botschaft von Talarico lautet, dass christlicher Nationalismus für Spiritualität und Kirche schädlich sei. James Talarico dankte seinem Großvater dafür, von ihm gelernt zu haben, dass ein Christentum seine prophetische Stimme verliert, wenn es sich mit politischer Macht arrangiert. Laut Talarico ist es für jede spirituelle Organisation schlecht, sich mit einer politischen Partei zu verbinden. Dieser Gedanke folgt einer Idee des Gründervaters der USA, Thomas Jefferson: Religiöses Leben von politischer Macht, öffentlichen Finanzen und Politik zu befreien, schenkt dem Glauben Weisheit und Tugend.

Nathaniel Williams · 04. März 2026 · 1 Min.

Himmlische Wurzeln

Himmlische Wurzeln

Betrachtet die Pflanze: Sie besitzt zwei Weisen des Seins. Die Blüte trägt ein vergängliches Ich, die Wurzel ein beharrendes Ich. Vielleicht sind wir ebenso beschaffen und bergen irgendwo in uns ein latentes Ich – Quell und Herd unserer aufeinanderfolgenden Existenzen, Wurzel unserer abwechselnden Entfaltungen, zentrale Seele, die wir nach jedem unserer Tode in den Tiefen des Unendlichen wiederfinden. Dort, sofern dieser Hypothese irgendein Grund innewohnt, ruht und erwartet uns das kollektive Bewusstsein aller unserer getrennten Leben und die wahre Einheit unseres Ich.

Victor Hugo · 25. Februar 2026 · 1 Min.

Weitergeben

Weitergeben

Als der und jener ist zwar jeder schon da. Aber keiner ist, was er meint, erst recht nicht, was er darstellt. Und zwar sind alle nicht zu wenig, sondern zu viel von Haus aus für das, was sie wurden. Später gewöhnen sie sich an die Haut, in der sie nicht nur stecken, sondern in die man sie auch noch gesteckt hat, beruflich oder wie sonst. Aber da fand einmal ein Bursche, weit von hier, einen Spiegel, kannte so etwas noch gar nicht. Er hob das Glas auf, sah es an und gab es seinem Freund: «Ich wusste nicht, dass das dir gehört.» Dem andern gehörte das Gesicht auch nicht, obwohl es ganz hübsch war.

Ernst Bloch · 20. Februar 2026 · 1 Min.

Itas Hände

Itas Hände

Zum 150. Geburtstag von Ita Wegman schauen wir auf Fotos, Briefe und Schriften von ihr. Wie wäre es, wenn wir auch an Ita Wegmans Hände denken würden? Wie waren ihre Hände? Waren sie groß oder klein, stark, weich, sensibel, schnell oder langsam? Wie waren die Hände und Füße dieses besonderen Menschen? Vor ihrem Medizinstudium hat sie Physiotherapie gelernt und praktiziert und die Kunst der rhythmischen Massage entwickelt. Mit den ersten anthroposophischen Krankenschwestern hat sie zusammengearbeitet, um äußerliche Anwendungen zu entwickeln. Diese Hände haben viel geleistet. Sie arbeiteten unermüdlich daran, die Heilungsbedürfnisse jeder neuen Lage zu erkennen und zu erfüllen.

Adam Blanning · 19. Februar 2026 · 1 Min.