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Baumpflege an der Schreinerei

Baumpflege an der Schreinerei

Die Birke im Südosten des Goetheanum war zwischen 60 und 80 Jahre alt und drohte beim nächsten Sturm auf die Schreinereigebäude neben dem Goetheanum zu stürzen. Jetzt wurde sie gefällt, wobei ein Stück des Stammes beim schrittweisen Kappen beinahe ein Fenster des alten Gebäudes eingeschlagen hätte. Die Geländegruppe am Goetheanum hat ein Baumkonzept erstellt, nach dem einige kranke Bäume gefällt und durch neue Pflanzungen ersetzt werden. Im Fall der Birke sollen allerdings Büsche den Hang schützen und so der Schreinerei mehr Licht lassen. Hinter dem Glashaus im Norden des Goetheanum wird eine alte große Weide gefällt. Dort wächst bereits ein Walnussbaum, der so gefördert werden soll. Eine Linde unweit der Rudolf-Steiner-Halde und eine Ulme beim Heizhaus werden nachgepflanzt.

Redaktion · 17. März 2026 · 1 Min.

Indigene Genossenschaften in Aktion

Indigene Genossenschaften in Aktion

Mexikanische Landwirtinnen und Landwirte sind wie in vielen anderen Ländern der Welt mit Unterdrückung, Enteignung, politischer Vernachlässigung und dem Druck durch die industrialisierte Landwirtschaft konfrontiert. Im Zentrum Mexikos hat sich vor fast 50 Jahren eine Vereinigung indigener Genossenschaften gebildet, die gemeinsam diesen Widrigkeiten trotzen. Die Vereinigung nennt sich Tosepan Titataniske, was auf Deutsch so viel heißt wie ‹Gemeinsam werden wir es schaffen›. 64 Prozent ihrer Mitglieder sind Frauen, 53 000 der Mitglieder betreiben eine biologische Landwirtschaft. Die Genossenschaften verwalten sich in Versammlungen selbst und haben ihre eigenen Schulen, ein Netzwerk für Ökotourismus, ein finanzielles System, ein Gesundheitswesen und ein Mobilfunknetz aufgebaut. Ihr Widerstand gegen Bergbau und andere ökologisch destruktive Bauprojekte war immer wieder erfolgreich. Die Arbeit von Tosepan Titataniske ist verwurzelt in Spiritualität, mit dem Ziel, einen ‹Himmel auf Erden› zu schaffen.

Redaktion · 17. März 2026 · 1 Min.

Feier für Ita Wegman

Feier für Ita Wegman

Ita Wegmans 150. Geburtstag am 22. Februar fiel auf einen Sonntag, sodass die Feierlichkeiten am Goetheanum wie auch an vielen anderen Orten an dem eigentlichen Datum stattfinden konnten. Mit 250 Teilnehmenden feierten Therapeuten und Ärztinnen die außergewöhnliche Gründerin. Mirela Faldey hatte die Schreinerei am Goetheanum mit großformatigen Porträts von der Medizinerin geschmückt. Eingerahmt von Musik und Eurythmie gab es biografische und therapeutisch-medizinische Beiträge, die in einem offenen Gespräch mündeten, in dem zahlreiche Tätige ihre persönlichen Perspektiven auf Ita Wegman skizzierten. Zum Abschluss präsentierte Peter Selg einen zwölfminütigen Film, den das Ita-Wegman-Institut erhalten hat. Der Schularzt Leendert Mees hatte Anfang der 30er-Jahre Momente an der Waldorfschule Den Haag eingefangen. In dem Film ohne Ton mit Schwenks auf dem Schulhof und im Lehrerzimmer ist auch eine Sequenz mit Ita Wegman zu sehen. Kurz kommen auch die Anthroposophen Herbert Hahn und Elisabeth Vreede ins Bild. Das einzigartige Dokument gibt einen berührenden Eindruck von dem kamerascheuen Habitus der Schülerinnen und Schüler und auch von Ita Wegman vor bald 100 Jahren. Peter Selg kündigte an, den Film in näherer Zukunft im Großen Saal erneut zu zeigen.

Redaktion · 09. März 2026 · 1 Min.

Ein neues Märchen

Ein neues Märchen

‹Die weiße Schlange› gehört zu den Märchen aus der Feder der Brüder Grimm. Es erzählt die Geschichte eines Dieners am Königshof, der die Sprache der Tiere spricht. Diese Fähigkeit und sein mitfühlendes Herz kommen ihm zugute, als er drei Aufgaben lösen muss, um die Hand der Königstochter zu gewinnen. Das Goetheanum-Eurythmie-Ensemble hat das Märchen tänzerisch auf die Bühne gebracht. Die Mitglieder des Regieteams aus Marianne Dill, Ioana Farcasanu und Nicolas Prestifilippo sprechen mit Stefan Hasler für die Interviewreihe ‹Eurythmie im Gespräch› darüber, wie die Produktion entstanden ist. Dafür beantworten sie die Fragen, wie man ein Märchen für eine eurythmische Umsetzung auswählt und wie man ein einheitliches Konzept entwickelt, das Bühnenbild, Kostüme und Musik harmonisch zusammenbringt. Sie schauen außerdem auf die Rätsel, die das alte Märchen in sich birgt, und wie sie durch Eurythmie in bewegte Bilder verwandelt werden können.

Redaktion · 09. März 2026 · 1 Min.

Anthroposophische Medizin in der NS-Zeit

Anthroposophische Medizin in der NS-Zeit

Die Medizinische Sektion bietet regelmäßig dialogische Onlineveranstaltungen zu aktuellen Themen an. Sowohl vor Ort als auch online zugeschaltet kann man am Gespräch teilnehmen. Am 3. März von 19 bis 20.30 Uhr folgt der nächste Austausch mit den Verantwortlichen der Sektion, Marion Debus, Karin Michael und Adam Blanning. An diesem Termin geht es um das Thema ‹Anthroposophische Medizin im Nationalsozialismus›. Als Gast stellt Peter Selg (gemeinsam mit Matthias Mochner und Susanne H. Gross) seine zehnjährige Forschungsarbeit zur Anthroposophischen Medizin im Nationalsozialismus (Ärzteschaft/Heilpädagogik/Pharmazie) vor. Im ‹Goetheanum› 48/2025 hat er dazu einen Artikel geschrieben: ‹Demeter-Dachau-Weleda›. Peter Selg spricht an dem Abend über Grundfragen und Herausforderungen der geschichtlichen Aufarbeitung, über Wege des Widerstandes, der Anpassung und der Kollaboration sowie über einzelne Persönlichkeiten. Im Anschluss an seine Ausführungen geht er auf Fragen aus dem Publikum ein. Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.

Karmagedanke als Zukunft

Karmagedanke als Zukunft

In ihrem Vortrag erfasst die frühere Pfarrerin und Dozentin Mechtild Oltmann den Begriff der ‹Zeitenwende› aus einem anthroposophischen Blickwinkel. Sie bezeichnet die Geschehnisse der Zeitenwende als Grund für unser aller Hiersein und nähert sich diesem Mysterienwort durch konkrete Beispiele an. Sie webt den Begriff ein in einen historischen Teppich, der das Wirken Rudolf Steiners, Apokalypse-Bilder und Nahtoderfahrungen umfasst sowie die Begegnung mit Christus im Sterben und die individualisierten Biografien der heutigen Zeit. Oltmann führt aus, inwieweit Reinkarnation und Karma zur eigentlichen Botschaft des Christentums werden könnten und was das wiederum für unsere Freiheit, Schuld, unseren Sinn und unsere Verantwortung bedeutet.

Paula Boslau · 04. März 2026 · 1 Min.

Von der Selbst- zur Sozialentwicklung

Von der Selbst- zur Sozialentwicklung

Die Freie Hochschule am Goetheanum bietet vermehrt Onlinekurse in englischer Sprache an. So auch die Sektion für Heilpädagogik und inklusive soziale Entwicklung (‹From inner development to inclusive social development›): Bart Vanmechelen – er gehört zum dreiköpfigen Leitungsteam – bietet gegenwärtig einen dreigliedrigen Kurs ‹Von der inneren zur inklusiven sozialen Entwicklung› an. Im kommenden zweiten Modul geht es um die Fähigkeit, Entwicklungsräume zu öffnen. Diese sozialtherapeutische Kernkompetenz schult er an vier Abenden mit den Übungen von Rudolf Steiner aus dessen Heilpädagogischem Kurs. Ziel ist es, die individuellen Entwicklungsbedingungen jedes Menschen besser zu verstehen und Werkzeuge zu gewinnen, um diese Entwicklung zu ermöglichen, zu fördern und zu inspirieren. Da es sich dabei um ganz allgemeine soziale Kompetenzen handelt, richtet sich die Einladung auch an allgemein Interessierte.

Redaktion · 24. Februar 2026 · 1 Min.

Der Ich-Sinn und die physische Begegnung im digitalen Zeitalter

Der Ich-Sinn und die physische Begegnung im digitalen Zeitalter

Der Vortrag von Salvatore Lavecchia, Professor für Geschichte der antiken Philosophie, Dozent an der italienischen Universität von Udine, Mitforscher am Philosophicum in Basel und Autor mehrerer Bücher, ist eine Einladung an das Publikum, neu darüber nachzudenken, was es wirklich bedeutet, Mensch zu sein. Er führt dazu seine Untersuchungen zum Ich-Gefühl als Kernstück der Anthroposophie aus. Welche Rolle spielt es in der lebendigen Begegnung zwischen Menschen im physischen Raum? Diese Begegnung wird laut Lavecchia erst durch den Sinnesorganismus ermöglicht: Durch das Anhören des anderen wird das Geheimnis des «gemeinsamen Fühlens» zur Revolution. Das Ich ist kein geschlossener Punkt, sondern eine sich öffnende Realität, die den anderen aufnimmt und jeden authentischen Dialog begründet, der heute durch die digitale Welt bedroht ist.

Redaktion · 24. Februar 2026 · 1 Min.