Rubrik

Nachrichten

141 Beiträge

Durch Kinderaugen

Durch Kinderaugen

Von Kindern gemalte Bilder bieten unmittelbare Einblicke in ihre Welt- und Selbstwahrnehmung. Die ästhetisch-analytische Betrachtung der Bilder ist nicht nur für Eltern und Bezugspersonen spannend, sondern auch für in der Kunstpädagogik, Kultur- und Medienwissenschaft und Psychologie tätige Menschen sowie für die therapeutische und künstlerische Forschung. Das Kinderbildarchiv der Alanus-Hochschule für Kunst und Gesellschaft ist eines der größten in Deutschland. Es umfasst rund 200 000 Kinderzeichnungen; die frühesten stammen aus den 1920er-Jahren. Die Sammlung wurde vor etwa 15 Jahren von der Universität zu Köln übernommen und seitdem kontinuierlich erweitert. Diese Zeitspanne von über 100 Jahren macht das Archiv zu einem wertvollen kultur- und bildungshistorischen Zeugnis. Die gesammelten Bilder zeigen, wie Kinder aus verschiedenen Regionen und Kulturkreisen Deutschlands über ein ganzes Jahrhundert hinweg ihren Alltag gedeutet haben. Die kindliche Bildsprache dokumentiert dabei auch den gesellschaftlichen Wandel von einer analogen Welt hin zu einer von Medien und digitalen Technologien geprägten Lebensrealität. Rabea Müller, Leiterin des Instituts für Kunsttherapie am Fachbereich Künstlerische Therapien und Therapiewissenschaft der Hochschule, bezeichnet das Kinderbildarchiv als «einzigartiges kulturhistorisches Gedächtnis». Die Hochschule lädt Institutionen und Fachleute dazu ein, sie bei der professionellen Archivierung der Bilder zu unterstützen, sodass vor allem die älteren Bilder vor einem drohenden Materialverfall bewahrt werden und das Archiv für eine zeitnahe wissenschaftliche Nutzung verfügbar ist.

Paula Boslau · 09. März 2026 · 1 Min.

Feier für Ita Wegman

Feier für Ita Wegman

Ita Wegmans 150. Geburtstag am 22. Februar fiel auf einen Sonntag, sodass die Feierlichkeiten am Goetheanum wie auch an vielen anderen Orten an dem eigentlichen Datum stattfinden konnten. Mit 250 Teilnehmenden feierten Therapeuten und Ärztinnen die außergewöhnliche Gründerin. Mirela Faldey hatte die Schreinerei am Goetheanum mit großformatigen Porträts von der Medizinerin geschmückt. Eingerahmt von Musik und Eurythmie gab es biografische und therapeutisch-medizinische Beiträge, die in einem offenen Gespräch mündeten, in dem zahlreiche Tätige ihre persönlichen Perspektiven auf Ita Wegman skizzierten. Zum Abschluss präsentierte Peter Selg einen zwölfminütigen Film, den das Ita-Wegman-Institut erhalten hat. Der Schularzt Leendert Mees hatte Anfang der 30er-Jahre Momente an der Waldorfschule Den Haag eingefangen. In dem Film ohne Ton mit Schwenks auf dem Schulhof und im Lehrerzimmer ist auch eine Sequenz mit Ita Wegman zu sehen. Kurz kommen auch die Anthroposophen Herbert Hahn und Elisabeth Vreede ins Bild. Das einzigartige Dokument gibt einen berührenden Eindruck von dem kamerascheuen Habitus der Schülerinnen und Schüler und auch von Ita Wegman vor bald 100 Jahren. Peter Selg kündigte an, den Film in näherer Zukunft im Großen Saal erneut zu zeigen.

Redaktion · 09. März 2026 · 1 Min.

Ein neues Märchen

Ein neues Märchen

‹Die weiße Schlange› gehört zu den Märchen aus der Feder der Brüder Grimm. Es erzählt die Geschichte eines Dieners am Königshof, der die Sprache der Tiere spricht. Diese Fähigkeit und sein mitfühlendes Herz kommen ihm zugute, als er drei Aufgaben lösen muss, um die Hand der Königstochter zu gewinnen. Das Goetheanum-Eurythmie-Ensemble hat das Märchen tänzerisch auf die Bühne gebracht. Die Mitglieder des Regieteams aus Marianne Dill, Ioana Farcasanu und Nicolas Prestifilippo sprechen mit Stefan Hasler für die Interviewreihe ‹Eurythmie im Gespräch› darüber, wie die Produktion entstanden ist. Dafür beantworten sie die Fragen, wie man ein Märchen für eine eurythmische Umsetzung auswählt und wie man ein einheitliches Konzept entwickelt, das Bühnenbild, Kostüme und Musik harmonisch zusammenbringt. Sie schauen außerdem auf die Rätsel, die das alte Märchen in sich birgt, und wie sie durch Eurythmie in bewegte Bilder verwandelt werden können.

Redaktion · 09. März 2026 · 1 Min.

Anthroposophie in Stuttgart

Anthroposophie in Stuttgart

Stuttgart und seine Umgebung sind einer der Orte in Deutschland, an dem eine Vielfalt anthroposophischer Initiativen lebendig geworden sind. Mit der Zeit sind in der baden-württembergischen Hauptstadt und im Umland viele Ideen der Anthroposophie in die Praxis umgesetzt worden, in Form von Waldorfschulen und -kindergärten, heilpädagogischen Einrichtungen, einer Klinik, die im Sinne der Anthroposophischen Medizin arbeitet, Demeter-Höfen, Kulturorten und verschiedensten Unternehmen. Wer die Anthroposophie und die aus ihr entstandenen Initiativen zelebrieren oder besser kennenlernen möchte, hat dazu Gelegenheit bei der Langen Nacht der Anthroposophie, die am 27. Juni in Stuttgart stattfindet. Organisiert wird die Veranstaltung von der Anthroposophischen Gesellschaft in Stuttgart, in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl weiterer lokaler anthroposophischer Zentren und Einrichtungen. Das Programm umfasst diverse Angebote, die in das Welt- und Menschenbild der Anthroposophie einführen, sowie Beiträge zu Themen wie Bildung, Ernährung, Philosophie, Gesundheit und Spiritualität. Auf mehreren Bühnen kann das Publikum Theaterstücke, Konzerte und Eurythmie erleben. Workshops bieten zudem einen interaktiven Zugang zur Anthroposophie.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.

Junge Eurythmie

Junge Eurythmie

Eurythmie ist nicht nur Tanz und Bewegung; sie ist eine Kunstform, die Musik, Poesie und das Erzählen von Geschichten in sich aufnehmen kann, um sie dann als harmonische Synergie an das Publikum zurückzugeben. Dabei bietet die Eurythmie Menschen in jedem Alter ein künstlerisches Ausdrucksmittel. Vom 29. Juli bis 12. August findet an der Eurythmieschule Eurythmy Spring Valley im US-Bundesstaat New York ein eurythmischer Intensivkurs für junge Erwachsene im Alter von 17 bis 20 Jahren statt. Der Kurs öffnet für die Teilnehmenden einen fokussierten Raum, in dem sie sich mit der Kunst, der Bedeutung und der Kraft von Eurythmie auseinandersetzen können. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer nehmen an täglichen Eurythmieproben teil, die als Vorbereitung für eine öffentliche Abschlussperformance dienen. Sommerlich abgerundet wird der Stundenplan durch kreative Schreibübungen, Musik, Spiele, Schwimmen und einen Ausflug nach New York City. Stipendien können beantragt werden.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.

Wirtschaft des Menschen

Wirtschaft des Menschen

Dient die Wirtschaft dem Menschen oder dienen die Menschen der Wirtschaft? Ausgehend von dieser Fragestellung veranstaltet die Akanthos-Akademie im Rudolf-Steiner-Haus in Stuttgart am 20. und 21. März ein Wochenendseminar mit dem Titel ‹Vom Zwang, dem Wirtschaftssystem zu dienen, zu einer Wirtschaft im Dienste des Menschen›. Das Seminar beginnt an der Wurzel: Wie ist das aktuelle Wirtschaftssystem entstanden? Wie funktioniert es? Was ist Geld? Welche Rolle spielt Geld im Wirtschaftssystem? Was ist Wachstum? Und ist Wachstum wirklich so wichtig, wie immer betont wird? Fakt ist, dass unser Wirtschaftssystem stets weniger sozial und nachhaltig wird. Im Seminar wird die Frage erörtert, ob es ein ökonomisches Modell geben kann, dessen Kern ein soziales Miteinander anstelle eines Gegeneinanders ist. Und wenn ja, wie das konkret aussehen könnte in einer Zeit, in der es nie da gewesene technologische und finanzielle Möglichkeiten gibt. Das Seminar richtet sich an alle Interessierten, die die Grundlagen der Wirtschaft ganzheitlich verstehen und sich von konkreten Gestaltungspotenzialen inspirieren lassen möchten.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.

Anthroposophische Medizin in der NS-Zeit

Anthroposophische Medizin in der NS-Zeit

Die Medizinische Sektion bietet regelmäßig dialogische Onlineveranstaltungen zu aktuellen Themen an. Sowohl vor Ort als auch online zugeschaltet kann man am Gespräch teilnehmen. Am 3. März von 19 bis 20.30 Uhr folgt der nächste Austausch mit den Verantwortlichen der Sektion, Marion Debus, Karin Michael und Adam Blanning. An diesem Termin geht es um das Thema ‹Anthroposophische Medizin im Nationalsozialismus›. Als Gast stellt Peter Selg (gemeinsam mit Matthias Mochner und Susanne H. Gross) seine zehnjährige Forschungsarbeit zur Anthroposophischen Medizin im Nationalsozialismus (Ärzteschaft/Heilpädagogik/Pharmazie) vor. Im ‹Goetheanum› 48/2025 hat er dazu einen Artikel geschrieben: ‹Demeter-Dachau-Weleda›. Peter Selg spricht an dem Abend über Grundfragen und Herausforderungen der geschichtlichen Aufarbeitung, über Wege des Widerstandes, der Anpassung und der Kollaboration sowie über einzelne Persönlichkeiten. Im Anschluss an seine Ausführungen geht er auf Fragen aus dem Publikum ein. Die Veranstaltung wird nicht aufgezeichnet.

Redaktion · 04. März 2026 · 1 Min.

Karmagedanke als Zukunft

Karmagedanke als Zukunft

In ihrem Vortrag erfasst die frühere Pfarrerin und Dozentin Mechtild Oltmann den Begriff der ‹Zeitenwende› aus einem anthroposophischen Blickwinkel. Sie bezeichnet die Geschehnisse der Zeitenwende als Grund für unser aller Hiersein und nähert sich diesem Mysterienwort durch konkrete Beispiele an. Sie webt den Begriff ein in einen historischen Teppich, der das Wirken Rudolf Steiners, Apokalypse-Bilder und Nahtoderfahrungen umfasst sowie die Begegnung mit Christus im Sterben und die individualisierten Biografien der heutigen Zeit. Oltmann führt aus, inwieweit Reinkarnation und Karma zur eigentlichen Botschaft des Christentums werden könnten und was das wiederum für unsere Freiheit, Schuld, unseren Sinn und unsere Verantwortung bedeutet.

Paula Boslau · 04. März 2026 · 1 Min.