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Renaissance heute

Renaissance heute

Florenz gilt als Wiege der Renaissance, einer Kunst- und Kulturepoche, die Menschen bis in die heutige Zeit inspiriert. Durch den Einfluss der mächtigen Familie Medici wurde die italienische Stadt zu einer der florierendsten Metropolen Europas. Michelangelo beispielsweise arbeitete in der Kirche der Medici und Galileo Galilei war Hofmathematiker in den Palästen der Familie. Auch Leonardo da Vinci verbrachte große Teile seiner Jugend in Florenz. Vom 30. Juni bis 4. Juli findet an der Florenzer Waldorfschule ein fünftägiger Workshop statt, in dem die Teilnehmenden sich mit der Renaissance-Kunst aus anthroposophischer Perspektive auseinandersetzen. Durch geführte Museumsbesuche, Malerei, die Arbeit mit Ton und Übungen zur Betrachtung von Kunstwerken erforschen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Renaissance nicht als historische Epoche der Vergangenheit, sondern als lebendigen Ausdruck der menschlichen Evolution mit zeitgenössischer Relevanz. Der Workshop findet auf Italienisch mit englischer Übersetzung statt und ist offen für alle Interessierten.

Redaktion · 14. April 2026 · 1 Min.

Drei gleiche Teile

Drei gleiche Teile

Die Demokratie und die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Politik stehen aktuell wieder zunehmend im Zentrum des gesellschaftlichen Diskurses. Doch wie kann diese aktive Gestaltung der Gesellschaft praktisch aussehen? Die soziale Dreigliederung nach Rudolf Steiner bietet Antworten. Wer die Grundlagen dieses Ansatzes sowie seinen Effekt auf die Gesellschaft besser verstehen möchte, ist eingeladen, vom 12. bis 14. Juni an einem Workshop zur sozialen Dreigliederung in Avignon teilzunehmen. Das Veranstaltungsprogramm beinhaltet eine grundlegende Einführung in die drei Bereiche Geistesleben, Rechtsleben und Wirtschaftsleben. Es werden ihre Besonderheiten thematisiert sowie ihr direkter Zusammenhang mit der Stärkung der Demokratie. Weiterhin wird erörtert, inwieweit das Konzept der sozialen Dreigliederung ganz praktisch in der Region Avignon eingebettet werden kann. Der Workshop wird gehalten von Sylvain Coiplet, Gründer und Leiter des Instituts für soziale Dreigliederung in Berlin.

Redaktion · 14. April 2026 · 1 Min.

Ich bin

Ich bin

Ich bin. Ein simpler Satz aus nur zwei Wörtern und sechs Buchstaben. Und doch beinhaltet er ein ganzes Universum an Erfahrungen, Gedanken, Gefühlen, Verletzungen und glückseligen Momenten. Was bedeutet es wirklich, Mensch zu sein? Was bedeutet es, wenn wir sagen ‹Ich bin›? Das niederländische Atelier Anthroposophie bietet am 1. Juni einen Tag der Inspiration an, bei dem es um die Erforschung genau dieser Fragen geht. Gemeinsam wird innegehalten. Der Alltag fällt weg und in der übrig bleibenden Stille wird das menschliche Sein, das wir tagtäglich als so selbstverständlich empfinden, genauer angeschaut. Verschiedene Aspekte des Menschseins werden dabei ins Licht gerückt, um sie mit mehr Bewusstsein und Sensibilität zu betrachten. Zu Hilfe kommen dabei inhaltliche Impulse zu verschiedenen Perspektiven auf das Menschenbild sowie praktische Übungen, künstlerische Betrachtungen, Meditationen und Gesprächsrunden. Die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich auch über den Workshop hinaus in Alltag, Arbeit und den persönlichen Entwicklungsweg integrieren. Die Veranstaltung findet auf Niederländisch statt.

Redaktion · 14. April 2026 · 1 Min.

Poetisieren der Welt

Poetisieren der Welt

Wer einmal den Klang von Novalis’ Dichtungen oder Aphorismen gehört und davon berührt wurde, vergisst ihn nicht mehr. Wer ihn noch nicht kennt, dem eröffnen sie eine neue Welt. Es sind Worte, die das Licht des Geistes in sich tragen. Sie bringen eine andere Schicht der Wirklichkeit zum Ausdruck, die wir in Märchen und Mythen als Atmosphäre erleben können. Diese Sphäre wird bei Novalis als Lebensrealität poetisch konkret: «Die Welt muss romantisiert werden. So findet man den ursprünglichen Sinn wieder», ruft er uns in einem Aphorismus zu. Die Welt ist nicht schon fertig, sie kann durch das Wort verwandelt werden und der Mensch tritt zu ihr in ein wahrhaftiges Verhältnis.

Christiane Haid · 14. April 2026 · 1 Min.

Rudolf Steiner als Lernender

Rudolf Steiner als Lernender

Es ist eine gängige Perspektive, dass Rudolf Steiner als Person und auch als historische Persönlichkeit den Archetyp des Lehrers beziehungsweise des Lehrenden verkörperte. Man muss nur an all die Vorträge und Impulse denken, die er vor allem in den Jahren vor seinem Tod gegeben hat und die bis in die heutige Zeit Inspiration und Orientierung bieten. Weniger oft wird Steiner als Lernender gesehen, obwohl seine Biografie zeigt, wie tief sein Leben vom Lernen durchdrungen war. In ihrem Beitrag nähert sich Constanza Kaliks, Mitglied des Leitungsteams der Allgemeinen Anthroposophischen Sektion der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft, an Steiner als Lernenden an. Sie gibt Einblicke in die frühen Jahre des suchenden Schulkinds Rudolf, in seine Arbeit als junger Nachhilfelehrer sowie als Pädagoge, der an seinen Schülerinnen und Schülern weiterlernt. Schließlich führt Kaliks aus, wie aus Steiners individueller Biografie eine moderne, geistige Lernkultur entstanden ist.

Redaktion · 14. April 2026 · 1 Min.

Die innere Botin wecken

Mein Weg zum Anthroposophiestudium begann mit einer Überraschung. Während eines Retreats in Basel im Februar 2025 besuchte ich das Goetheanum als Touristin. Als ich das erste Mal vor dem majestätischen Gebäude stand, spürte ich sofort eine tiefe Verbundenheit – fast wie eine Berufung. Ich meldete mich für den englischsprachigen Kurs an, ohne viel über Anthroposophie zu wissen. Als ich im September 2025 ankam, war mein einziges Ziel, etwas Neues zu lernen. Die Dozentinnen und Kommilitonen kamen aus aller Welt und brachten vielfältige Perspektiven und eine lebendige Atmosphäre mit. Unsere Studien reichten von Naturbeobachtung und Eurythmie bis hin zu Philosophie, Sozialtheorie und Kunst. Das gesamte Programm fühlte sich an wie eine inspirierte, erwachsene Version der Waldorfpädagogik. Das größte Geschenk dieses Kurses waren die tiefgründigen Gespräche zwischen Dozierenden und Studierenden – intellektuell lebendig und spirituell geerdet. Mit 56 Jahren, einem Doktortitel der Universität Oxford und jahrelanger Lehrtätigkeit kann ich sagen, dass mich diese Lernerfahrung unvorstellbar verändert hat. Nun ist meine Zeit gekommen, das Licht der Anthroposophie in meine Heimat Hongkong zurückzubringen.

Red Chan · 01. April 2026 · 1 Min.